Testbericht Skype

Der Instant Messaging- und VoIP-Anbieter Skype hat über 1 Milliarde Nutzer weltweit und ist der Marktführer auf dem Markt für Internet-Telefonie. Geboten werden bei Skype Videotelefonate, Audio-Telefonie, Textnachrichten und echte SMS (dann aber kostenpflichtig) und Festnetzanrufe (ebenfalls kostenpflichtig), Gruppenchat, Bildschirmübertragung und (aufgezeichnete) Videonachrichten. Skype wird für zahlreiche Plattformen angeboten.

Skype | Screenshot: Redaktion
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Das Unternehmen Skype wurde 2003 in Luxemburg gegründet und wurde zwei Jahre später im September 2005 für 3,1 Milliarden US-Dollar übernommen. Seit Mai 2011 gehört Skype zum US-Softwarekonzern Microsoft. Trotz der Funktionsvielfalt und der vielen unterstützten Betriebssysteme ist Skype für viele Nutzer in erster Linie eine Möglichkeit zum Videochatten am Computer. Auf mobilen Geräten und für Text-Chats kommen deshalb Apps anderer Anbieter (wie WhatsApp) zum Einsatz, obwohl die eigenen Kontakte meist auch eine Skype ID besitzen.

Skype | Screenshot: Redaktion
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Betriebssysteme, Zugriff via Browser, Desktop-Clients …

Die mobile Skype-App steht für die Betriebssysteme Android OS, iOS, Blackberry OS, Windows Phone/Mobile, Nokia X und Fire OS (Amazon) zur Verfügung. Im Bereich Computer werden Microsoft Windows, Mac OS X und Linux unterstützt. Bei Tablets sind iOS, Android OS und Amazon Fire OS dabei. Der Dienst kann ohne extra Programminstallation via Webbrowser genutzt werden. Neben Smartphones, Tablets und Computern werden Telefone, Fernseher und Spielkonsolen unterstützt, sodass fast jeder Interessierte passende Hardware zur Verfügung hat. Unser Test erfolgte auf einem LG G Pad 8.3 Tablet, Amazon Kindle Fire HDX und PC.

Skype | Screenshot: Redaktion
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Multimedia

Skype bietet eine gute Unterstützung für den Fotoversand. Bilder können (am Computer) direkt aus der Zwischenablage in den Chat eingefügt werden. Alternativ können die Dateien auch direkt gesendet und dem Chatpartner so zum Download angeboten werden.

Im Chatfenster befindet sich unten ein Eingabefeld und auf der linken Seite ein Büroklammer-Icon. Die Büroklammer setzt sich aus den Punkten „Foto senden“, „Video senden“, „Videonachricht senden“ und „Kontakte senden“ zusammen. Für den Fotoversand wird der erste Menüpunkt angeklickt, ein Bild ausgewählt und anschließend an den Gesprächspartner versandt. Eine Fotobearbeitung ist nicht möglich.

Ähnlich wie Fotos können Videos verschickt werden. Der Videoversand erfolgt mittels Klick auf den Punkt „Datei senden“, wo eine Videodatei ausgewählt und verschickt wird. Eine Begrenzung der Videolänge besteht unseres Wissen nicht. Die Videoübertragung funktionierte in unserem Test gut. Bei niedrigen Bandbreiten kann der Vorgang allerdings eine ganze Weile dauern.

Sicherheit

Die Anmeldung bei Skype erfolgt mit jeweils selbstgewähltem Benutzernamen und Passwort, für Registrierung wird eine E-Mail-Adresse benötigt. Anmelden können sich Anwender per Computer, Smartphone, Tablet, Fernseher und Spielkonsole. In allen Fällen meldet man sich mit seinem individuellen Login an. Da Skype eine große Funktionsvielfalt bietet, erfordert die App eine große Zahl an Berechtigungen.

Skype | Screenshot: Redaktion
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Bedienung und Verbreitung

Skype zählt weltweit über 1 Milliarde registrierte User, wovon rund 250 Millionen die App nutzen. Genaue Nutzerzahlen zum deutschsprachigen Raum sind nicht bekannt. Im Jahr 2013 kommunizierten die Skype-Nutzer laut Unternehmensangaben täglich zwei Millionen Minuten. Skype unterstützt aufgrund seiner enormen Verbreitung zahlreiche Sprachen, darunter Deutsch.

Benutzeroberfläche

Die Skype-Benutzeroberfläche hat ein modernes, ansprechendes Design und hat eine gut aufgebaute Menüführung. Aufgeteilt wurde die Benutzeroberfläche in einen Header, Konversationen, Favoriten und Kontakte. Im Header befindet sich der Menüpunkt „Einstellungen“, mit dem die Skype-App angepasst werden kann. Über neue Nachrichten wird man mittels eines akustischen und visuellen Signals informiert.

Ein persönliches Profil mit dem echten Namen oder Benutzernamen kann angelegt werden. Eine Beschreibung läßt sich dort eintragen und ein Profilbild festlegen. Die Einrichtung einer Mini-Homepage, wie sie bei vielen Instant Messaging Services angeboten werden, ist bei Skype nicht möglich.

Skype | Screenshot: Redaktion
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Kommunikation

Im Mittelpunkt steht für den typischen Skype-User das Videochatten. Die kostenlose Basisversion bietet Videochat mit bis zu drei Teilnehmern. Bei mehr als drei Teilnehmern ist ab dem vierten Teilnehmer nur Audio möglich. Natürlich kann man die Videoübertragung weglassen und einfach in guter Tonqualität mit einander sprechen – also Skype als Telefongesprächs-Alternative nutzen. Bild- und Tonqualität überzeugen nicht zuletzt mit (von Ausnahmen abgesehen) konstant hoher Qualität. Gegen Bezahlung lassen sich Festznetz- und Mobiltelefonanschlüsse anrufen und SMS versenden.

Eine unserer Meinung nach extrem nützliche Zusatzfunktion beim Videochatten stellt die Bildschirmübertragung dar. Ein Teilnehmer kann anstelle des Videosignals seiner Kamera den Inhalt seines Computermonitors zeigen. Das ist für Meetings, Coachings und Support-Tätigkeiten sehr hilfreich.

Das Chatten mit Textnachrichten funktioniert bei Skype einwandfrei und schnell. Zu jeder Nachricht erscheinen Zeitstempel und Bestätigung (empfangen/gelesen).

Sehr gut gefällt uns, dass man bei Skype auf mehreren Geräten gleichzeitig eingeloggt sein kann und die Nachrichten auf den verschiedenen Geräten parallel ausgeliefert werden. Der Chatverlauf wird auf allen Geräten synchronisiert.

Eine SIM-Karte ist zur Nutzung von Skype nicht erforderlich, sondern nur eine bestehende Internetverbindung. Deshalb ist beispielsweise der Einsatz auf Tablets ohne Weiteres möglich. Die Android-App von Skype gefällt uns sehr gut, weil sie übersichtlich gestaltet wurde und eine einfach bedienbare Benutzeroberfläche bietet.

Eine Besonderheit ist Skype WiFi, das die Nutzung kostenpflichtiger WLAN-Hotspots vereinfachen soll, indem die Abrechnung via Skype erfolgt.

Bei Skype werden klassische Smileys angeboten, während Sticker und animierte Grafiken fehlen. Einen Shop für digitale Inhalte gibt es nicht.

Skype | Screenshot: Redaktion
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Plus und Minus

+ Professioneller Aufbau mit einfach bedienbarer Benutzeroberfläche

+ Kostenlose Basisversion bietet viele Funktionen

+ Gute bis sehr gute Gesprächs- und Videoqualität

+ Voicechat

+ Videochat

+ Festnetz-Telefonate  und SMS-Versand (beides kostenpflichtig)

Skype | Screenshot: Redaktion
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Fazit in unserem Skype-Test

Wir können den Messenger-Dienst Skype empfehlen, weil er besonders bei Benutzerfreundlichkeit, Sprach- und Videoqualität sowie Funktionsumfang überzeugt. Über die Jahre, die wir Skype bereits nutzen, haben wir zwar immer wieder kleine und ab und an große Störungen erlebt. Insgesamt funktioniert der Dienst allerdings fast schon vorbildlich gut. Bei den Störungen handelt es sich meist um Ruckler bei der Videoübertragung und Rauschen während der Sprachübertragung.

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