Mehrheit der Smartphone-Nutzer installiert keine zusätzlichen Apps

Zugegeben, wenn sich 48 Prozent der Smartphone-User in Deutschland zusätzliche Programme auf ihrem mobilen Endgerät installieren, sind das nicht wenige Leute. In diesem Fall handelt es aber dennoch um eine schockierend kleine Zahl, die der BITKOM unter Bezug auf eine frische Umfrage verbreitet.

Schließlich geht es dabei nur um die Besitzer von Smartphones, nicht um alle Mobilfunknutzer oder die Gesamtbevölkerung! Man sollte doch erwarten, dass so gut wie 100 Prozent der Smartphone-Besitzer sich passende Software für ihr Gerät besorgen. Angesichts der enorm großen Zahl an Gratis-Apps kann es dabei nicht an den Kosten liegen. Aber da sind wir bei einem Thema, das wirklich Anlass zur Sorge bietet: Nicht einmal jeder fünfte Smartphone-User gibt ab und zu Geld für Programme aus, die ganz große Mehrheit verwendet nur kostenlos erhältliche Software.

An sich ist gegen Gratis-Programme nichts zu sagen. Nur stammen diese nicht immer von idealistischen Menschen, die in ihrer Freizeit für die Allgemeinheit programmieren. Das Problem besteht darin, welche umfassenden Rechte Smartphone-Nutzer den Anbietern einräumen, nur um einen Euro zu sparen. Wenn die User nicht bereit sind, für Leistung Geld zu bezahlen, dann bezahlen sie nicht selten mit unverhältnismäßig vielen Daten. Hat man diese erst einmal aus der Hand gegeben, kann man nicht sicher sein, was später damit geschieht.

Über die Ergebnisse der Umfrage erfahren wir aus der Presseinfo:

>>Die meisten Smartphones decken mit vorinstallierten Programmen bereits viele Funktionen ab. Und so lädt sich nur jeder zweite Smartphone-Nutzer (48 Prozent) zusätzliche Apps auf sein Gerät. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Generationen: Bei den 14- bis 29-jährigen Smartphone-Nutzern verzichtet nur rund jeder vierte (28 Prozent) auf zusätzliche Apps, bei den 50- bis 64-Jährigen sind es dagegen drei Viertel (77 Prozent). So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Die meisten Smartphone-Nutzer setzen dabei auf kostenfreie Angebote: Knapp jeder Dritte von ihnen (29 Prozent) installiert nur Apps, für die er nichts bezahlen muss. Insgesamt 17 Prozent der Smartphone-Nutzer bezahlen hingegen auch für entsprechende Programme. Drei Prozent der Nutzer installieren regelmäßig kostenpflichtige Apps. „Mit Web-Browser, E-Mail-App und Navigationssoftware decken moderne Smartphones für viele Nutzer bereits die wichtigsten Funktionen ab“, sagt BITKOM-Experte Tobias Arns. „Die App-Stores der verschiedenen Smartphone-Plattformen bieten eine große Auswahl an zusätzlichen Programmen. So lässt sich das Gerät dem eigenen Bedarf anpassen – und zum Beispiel zum Babyphone oder interaktiven Sprachtrainer aufrüsten.“

Zusätzliche Apps lassen sich auf Smartphones und Tablet Computern sowie auf einigen Smart-TV-Modellen installieren. In der Regel erreicht man über die Geräte einen voreingestellten Online-Shop. Ist darin eine passende App gefunden, lässt sich diese mit wenigen Klicks herunterladen. Die Auswahl ist dabei riesig. Es gibt mehrere Hunderttausend der kleinen Programme in den App-Shops der Mobilbetriebssysteme Android von Google, iOS von Apple oder Windows Phone von Microsoft. Die Auswahl reicht von Nachrichtenangeboten und sozialen Netzwerken über Office Software und Bildbearbeitung bis hin zu zum Musik-Streaming und Spielen. Viele der Angebote sind kostenfrei, kostenpflichtige Apps sind in der Regel für wenige Euro zu haben. Arns: „Wer sich die App-Welt nicht aktiv erschließt, lässt die großen Potenziale von Smartphone ungenutzt.“

Zur Methodik: Für die Angaben zur Nutzung von Apps befragte das Meinungsforschungsinstitut ARIS 1.006 Personen über 14 Jahren in Deutschland, darunter 530 Smartphone-Nutzer.<<

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