2. Testbericht zum vielseitigen Instant Messenger LINE

Marktführer in Japan

LINE gehört zu den bekanntesten Instant Messengern und den stärksten Konkurrenten des Marktführers WhatsApp. Wir hatten den vielseitigen Instant Messaging Service bereits im Herbst 2013 einem ausführlichen Test unterzogen und haben ihn im Herbst 2014 ein weiteres Mal getestet. LINE ist noch populärer geworden, vor allem in Europa konnte der aus Japan stammende und in Asien weitverbreitete Instant Messenger seitdem zahlreiche neue Benutzer gewinnen.

Mit weltweit über 400 Millionen Usern zählt er anderes als die meisten WhatsApp-Alternativen nicht zu den kleinen Nischen-Anbietern. LINE bekam von seinen Entwicklern inzwischen eine Unterstützung für Android Wear und mit den zusätzlichen Apps LINE SnapMovie und LINE Camera sind zwei weitere Programme für die Nutzer des Messengers erhältlich. Bei LINE Camera handelt es sich um eine Bildbearbeitungs-App und mit LINE SnapMovie lassen sich Kurzvideos mit 30 Sekunden Laufzeit aufnehmen und vor allem bearbeiten.

Screenshot: LINE-Messenger - Chat 2
Screenshot: LINE-Messenger – Chat 2

Uns gefällt sehr gut, dass LINE für viele verschiedene Plattformen verfügbar ist: iOS (Apple), Android OS, Windows Phone – sogar Nutzer von BlackBerrys und Nokia Asha-Handys und Smartphones mit Firefox OS können LINE verwenden. Zudem werden Versionen für Windows, Windows 8 und Mac OS angeboten. Als bloßer SMS-Ersatz ist LINE also eine Nummer zu groß, aber bei manchen Funktionen kommt man vielleicht mit der Zeit auf den Geschmack. Getestet haben wir die Android-Version.

Benutzeroberfläche und Bedienung
Die Benutzeroberfläche hat sich im Vergleich zum Oktober 2013 nicht sonderlich verändert. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf Funktion und weniger auf Design, weshalb der Messenger schnell startet. Die Oberfläche sieht aber durchaus schick aus.

Screenshot: Line | Bild: Redaktion
Screenshot: Line | Bild: Redaktion

Textnachrichten wurden in unserem Test schnell übertragen, während Mediendateien (Fotos, Audio und Video) mehr Zeit bei der Übertragung beanspruchten. Der Header der Benutzeroberfläche gliedert sich in die Bereiche „Freunde“, „Chats“, „Freunde hinzufügen“ und den Punkt „Mehr“. Dort findet Ihr die Untermenüs „Timeline“, „Einstellungen“, „Profil“, „Sticker Shop“, „Design Shop“, „offizielle Konten“, „Meldungen“, „Line Apps“, „Games“ und „Gratis Münzen“. In den Einstellungen lassen sich zahlreiche Punkte wie das Profil, Konten, die Timeline oder Privatsphäre einstellen. Manchem sind das sicher schon zu viele Möglichkeiten.

Screenshot: LINE-Messenger - Startseite
Screenshot: LINE-Messenger – Startseite

Chatten mit LINE

Ein Chat wird beim hier getesteten Messenger durch Anklicken eines Freundes aus der Kontaktlistes geöffnet. Das Chatfenster wurde in einen Header, einen Nachrichtenbereich und ein Eingabefeld aufgeteilt. Im Header wird der Name des Gesprächspartners angezeigt und mit einem Klick auf den Pfeil öffnet sich ein Untermenü. Das Untermenü bietet die zehn Optionen „Einladen“, „Benachrichtigungen ausschalten“, „Blockieren“, „Nachrichten bearbeiten“, „Geschenk senden“, „Alben“, „Bilder“, „Chat-Einstellungen“, „Anruf“ und „Videoanruf“.

Der Nachrichtenbereich des LINE Messengers zeigt die Mitteilungen in zwei Sprechblasen an. Die Sprechblasen des Gesprächspartners haben eine weiße Farbe und die eigenen sind grün. Das Eingabefeld zeigt Plus-Zeichen, Smiley, Textfeld und Telefon-Symbol. Das Plus-Zeichnen eröffnet nach einem Fingertipp neun Optionen wie Videoaufnahme, Kontaktdaten, Standort teilen oder Bildaufnahme. Das Smiley öffnet eine Auswahl an Smileys und Stickern, mit denen ein Chat emotional aufgelockert werden kann.

Screenshot: Line | Bild: Redaktion
Screenshot: Line | Bild: Redaktion

Die Textnachrichten wurden bei unsrem Test von LINE ohne merkliche Verzögerung übermittelt. Bei der Videoübertragung mussten wir selbst bei einem sehr kurzen Video von wenigen Sekunden über eine Minute warten.  Das könnte allerdings an der großen Beliebtheit des Dienstes liegen. Der Foto-Versand erfolgte schnell. Das Teilen des Standortes ging problemlos.

Screenshot: Line | Bild: Redaktion
Screenshot: Line | Bild: Redaktion

Fazit im neuen Test von LINE
Beim zweiten Test im Herbst 2014 gefiel uns LINE noch besser als beim ersten Mal. Die vielen Möglichkeiten könnten technisch weniger geübte Verwender verwirren, aber die recht funktional gestaltete Benutzeroberfläche erleichtert die Bedienung. Um die vielen Funktionen bieten zu können, benötigt die App zahlreiche Berechtigungen. Dafür wird man kaum eine Funktion vermissen. LINE zeigt, was Instant Messaging heute alles zu bieten hat. Was uns besonders gut gefällt? LINE ist für sehr viele verschiedene Geräte erhältlich und kann sogar am PC oder Mac verwendet werden.

2 Kommentare zu 2. Testbericht zum vielseitigen Instant Messenger LINE

    • Danke für Deine Frage! Zum Thema Datenschutz bei LINE können wir nicht viel sagen. Wobei: Was genau meinst Du? Datenschutz kann vieles heißen, der Begriff wird inflationär verwendet.

      Allerdings hat LINE ein Geschäftsmodell, das vor allem auf dem Verkauf digitaler Produkte wie Stickern liegt. Das sorgt bei mir für ein gewisses Vertrauen.

      Generell ist es natürlich so, dass man einem Instant Messaging Service viel Vertrauen entgegenbringen muss – ähnlich wie einem E-Mail-Provider. Es ist außerdem eine gute Idee, nicht einem einzelnen Unternehmen alle möglichen Daten anzuvertrauen, sondern seine Aktivitäten zu verteilen. Wer also schon Facebook nutzt, sollte sich deshalb überlegen, ob er seine Fotos bei Instagram postet und über WhatsApp seine privaten Nachrichten schreibt.

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