Onlineshopping mit Apps – sicher?

Bei ihren Weihnachtseinkäufen sparen sich immer mehr Verbraucher die Fahrt in überfüllte Innenstadtgebiete und kaufen via Internet ein.  So weit nichts Neues, wenngleich mit einem neuen Umsatzrekord beim Onlinehandel gerechnet wird. Eine kleinere, aber ebenfalls schnell wachsende Zahl Verbraucher verzichtet sogar darauf, sich für den Einkauf im Netz vor den Computer zu setzen.

Apps für Smartphones und Tablet-Computer ermöglichen sozusagen das Einkaufen von Couch und Klo. Oder man bleibt erst einmal im Bett und erledigt seine Einkäufe gleich von dort aus. Zum Einkaufen muss man heutzutage nicht mehr aufstehen, erst recht nicht, wenn einem Apps auf den mobilen Endgeräten den Einkauf erleichtern. Manches funktioniert am „großen Computer“ allerdings doch besser. Technisch geübte Nutzer können indes auch am Tablet mit einem Dutzend Browser-Tabs hantieren, um beispielsweise zwischendurch mehrere Preisvergleichsportale zu nutzen und Daten aus verschiedenen Testberichten zu vergleichen.

Der TÜV Rheinland schreibt in einer Pressemitteilung zu Shopping-Apps:

>>2014 wird ein Rekordjahr für den deutschen Online-Handel: Mit rund 43 Milliarden Euro Umsatz wird erstmals die 40-Milliarden-Euro-Grenze geknackt. Einen wichtigen Beitrag leistet das Weihnachtsgeschäft. In der hektischen Weihnachtszeit meiden viele überfüllte Fußgängerzonen und kaufen Geschenke lieber in Ruhe vom heimischen Sofa aus. Aber: Wer beim Online-Einkauf keine böse Überraschung erleben will, sollte ein paar Punkte beachten.

Transparenz bei seriösen App-Anbietern

Aufpassen sollten etwa Kunden, die mit mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones per App online einkaufen. „In mobilen Anwendungen geben Online-Händler mitunter einen höheren Preis für ihr Produkt an als auf ihrer browserbasierten Website oder im Geschäft“, sagt Ralph Freude, IT-Experte bei TÜV Rheinland. Verbraucher sollten also nicht nur Preise mehrerer Anbieter, sondern auch die Preise eines Händlers auf dessen unterschiedlichen Verkaufsplattformen vergleichen. Doch nicht nur der Preisvergleich ist ein Problem. „Apps sind meist weniger übersichtlich gestaltet als Websites. Das macht den sicheren Einkauf schwieriger“, weiß Ralph Freude. So seien Hinweise zu den Zahlungs-, Liefer- und Datenschutzbestimmungen sowie das Impressum in den Apps mitunter schwer zu finden. Seriöse Anbieter sind transparent und weisen deutlich auf diese Angaben hin. Das ist umso wichtiger, da seit 2014 EU-weit ein neues Widerrufsrecht gilt: Händler können beispielsweise die Kosten für jede Rücksendung auf den Käufer abwälzen.

Nur über gesicherte Internetverbindung bezahlen

Auch beim Bezahlen ist Vorsicht geboten. „Sensible Daten wie die Bankverbindung sollten nie über offene WLAN-Netzwerke verschickt werden – wie es sie etwa in Cafés oder an Bahnhöfen gibt“, rät Ralph Freude. Cyberkriminelle könnten die Daten so allzu leicht abfischen. Der Bezahlvorgang sollte zudem über eine gesicherte Webverbindung vonstatten gehen, erkennbar an der mit „https“ beginnenden Adresszeile im Browser. TÜV Rheinland prüft Apps und Onlineshops unter anderem auf ausreichenden Datenschutz. Entsprechend zertifizierte Apps und Online Shops finden Verbraucher auf den TÜV Rheinland-Websites www.checkyourapp.de und www.certipedia.de.<<

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