Testbericht Microsoft Lumia 535

Das Smartphone Microsoft Lumia 535 haben wir mehr als drei Monate intensiv getestet. Von der Hardware her verfügt das Smartphone über ein 5-Zoll-IPS-Display mit 960 mal 540 Pixeln Auflösung, zwei Kameras, einen Qualcomm Snapdragon 200-Quadcore-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher (RAM), 8 GB internen Flashspeicher, einen microSD-Kartenslot, UMTS, HSDPA, Bluetooth, WLAN und GPS.

Die beiden Kameras bieten jeweils eine Auflösung von 5 Megapixel. Das ist ungewöhnlich! Mit Blick auf den anhaltenden Selfie-Trend ist das allerdings absolut sinnvoll. Die Frontkamera verfügt über ein Weitwinkelobjektiv und eignet sich optimal für Selfies. Die Taktfrequenz des Qualcomm Snapdragon 200-Quadcore-Prozessors liegt bei 1,2 Gigahertz. Der knapp bemessene Flashspeicher von 8 Gigabyte kann per microSD-Karte um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Als Betriebssystem läuft Microsoft Windows Phone 8.1 auf dem Lumia 535-Smartphone.

Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion
Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion

Technische Spezifikationen

5-Zoll-qHD-IPS-Display mit 960 mal 540 Pixeln Auflösung
5-Megapixel-Hauptkamera mit Autofokus auf der Rückseite
5-Megapixel-Kamera mit Weitwinkelobjektiv auf der Frontseite
Qualcomm Snapdragon 200-Quadcore-Prozessor mit 1,2 GHz Taktfrequenz
1 GB Arbeitsspeicher (RAM)
8 GB interner Speicher
microSD-Kartenslot für Speicher-Erweiterung auf bis zu 128 GB
Wechselbarer Akku
UMTS, WLAN, Bluetooth 4.0, HSDPA
GPS-Modul zur mobilen Navigation
Windows Phone 8.1 (Denim) Betriebssystem
Erhältlich in den fünf Gehäusefarben Orange, Schwarz, Cyan, Grün und Weiß
Preis: 110 bis 120 Euro

Handhabung

Das Microsoft Lumia 535 hat ein Kunststoffgehäuse, dessen Rückseite sich leicht „speckig“ und glatt anfühlt. Aufgrund seiner glatten Oberfläche ist es uns im Test bisher zweimal aus der Hand gefallen, was es bisher gut vertragen hat. Ein Pluspunkt! Das Smartphone liegt trotz seiner Größe gut in der Hand. Als Hardware-Tasten stehen eine Lautstärke-Wippe und ein Einschaltknopf zur Verfügung.

Die Tasten sind leicht erreichbar, aber bei Screenshot-Aufnahmen gelangten wir des Öfteren aus Versehen auf die Lautstärke-Wippe, weshalb wir die Aufnahmen von Screenshots als ein wenig umständlich einstufen. An der Unterseite befindet sich der Slot für das Ladekabel und oberhalb des Gehäuses wurde der Lautsprecher integriert.

Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion
Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion

Kameras

Auf der Frontseite befinden sich die Hauptkamera und ein Fotolicht. Die Selfie-Kamera liegt links oben im Display, verfügt aber über kein Fotolicht oder Blitzlicht. Selfies bei schlechten Lichtverhältnissen und in der Nacht sind wegen des fehlenden Fotolichts bzw. Blitzlichts leider fast unmöglich. Die Qualität der Foto- und Videoaufnahmen der Hauptkamera sind ansonsten als gut bis befriedigend einzustufen. Die Auflösung beider Kameras beläuft sich auf jeweils 5 Megapixel und liegt im unteren Bereich der heutigen Möglichkeiten moderner Smartphone-Kameras. Dennoch sind wir angesichts des günstigen Gerätepreises mit den Kameras sehr zufrieden.

Performance

Als CPU arbeitet ein Qualcomm Snapdragon-Quadcore-Prozessor mit 1,2 Gigahertz Taktfrequenz im Lumia 535, der von 1 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die Performance bei der Installation und Start von Apps ist ein wenig langsam.

Auf Befehle reagiert das Smartphone aufgrund des schwachen Quadcore-Prozessors der unteren Klasse nicht immer sofort. Besonders im Fall von Evernote dauert es mitunter bis zu fünf Minuten, bevor eine Synchronisation abgeschlossen ist oder neue Notizen geladen wurden. Bei Spielen lässt die Performance vor allem bei 3D-Spielen zu wünschen übrig, da der verbaute Prozessor für einfache Aufgaben geeignet ist. Handelt es sich um Spiele mit einfacher Grafik und ohne aufwändige Spezialeffekte, laufen diese flüssig und ruckelfrei.

Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion
Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion

Display

Das Display weist bei 5 Zoll Größe eine qHD-Auflösung von 960 mal 540 Pixeln auf. Die Helligkeit ist passabel und die Blickwinkelstabilität im akzeptablen Rahmen. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann der Bildschirminhalt nur bei genauer Draufsicht erkannt werden.

Musikwiedergabe

Die Musikwiedergabe mit dem Microsoft Lumia 535 ist klar und verständlich ohne störendes Rauschen oder andere unerwünschte Geräusche. Die Lautstärke ist über die an der Seite angebrachte Lautstärkewippe des Gehäuses und mittels des virtuellen Lautstärke-Reglers im Musikplayer einstellbar. Bei der Musikwiedergabe kann über den Player der aktuelle Song pausiert, gestoppt, fortgesetzt, zum letzten oder nächsten Lied vorgespult werden.

Videowiedergabe

Die Videowiedergabe, zum Beispiel von YouTube-Videos per WLAN, führte zu keiner erheblichen Verzögerung. Beim Drehen des Smartphones wurde das Videobild sofort mit minimalen Rucklern in die gleiche Richtung gewechselt. Das Videoschauen per 3G führte zu einer verzögerten Wiedergabe, da das Video nicht schnell genug geladen wurde.

Design

Das Design des Microsoft Lumia 535 ist modern gestaltet. Das Kunststoffgehäuse flach und an den Ecken abgerundet. Auf irgendwelche stilistische Besonderheiten wie zum Beispiel einen Aluminiumrahmen um das Display wurde verzichtet.

Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion
Microsoft Lumia 535 | Screenshot: Redaktion

Eigenarten

Das Lumia 535 fällt leider durch Eigenarten auf, die im Alltag nervig sein können und die Freude am Smartphone dämpfen. Das Smartphone geht manchmal überraschend aus, fährt dann neu hoch und fragt nach der PIN-Nummer. Die Gründe für dieses Verhalten konnten nicht genau ergründet werden. Ebenfalls störend ist die unpraktische Screenshot-Aufnahmefunktion: Lautstärkewippe und Ausschalter müssen gleichzeitig gedrückt werden. Das ist bei vielen anderen Smartphone allerdings nicht besser gelöst worden.

Die Lautstärkewippe muss dabei genau in der Mitte gedrückt werden und schlägt dies fehl, landet man im Hauptmenü des Smartphones und muss dann wieder dahin zurück, um einen zweiten Screenshot-Versuch zu starten. Die Screenshot-Aufnahmefunktion ist eine nervige Angelegenheit. Besser ist das beispielsweise beim Beim Sony Xperia Active gelöst: Dort drückt man den Einschaltknopf mit der Lautstärketaste gleichzeitig, dann erscheint ein Menü, wo man auswählen kann, ob ein Screenshot aufgenommen werden soll. So einfach hätte es Microsoft lösen können. Ein echt dicker Minuspunkt!

Fazit zum Test des Microsoft Lumia 535

Im Endergebnis können wir das Microsoft Lumia 535 vor allem Einsteigern empfehlen, die kein allzu leistungsstarkes Smartphone suchen und nur mit Standardanwendungen arbeiten wollen. Der größte Minuspunkt ist der schwache Quadcore-Prozessor Qualcomm Snapdragon 200, dem man seine langsame Geschwindigkeit beim Start von Apps anmerkt.

Der Qualcomm Snapdragon 400 wäre die bessere Wahl bezüglich Performance gewesen. Die beschriebenen Eigenarten des Smartphones sind sehr nervig und der Hersteller sollte diese bei den Nachfolgemodellen unbedingt beheben.

Wer keine hohen Ansprüche an die Technik stellt, auf 3D-Spiele verzichten kann und ein Smartphone mit relativ langer Akkulaufzeit sucht, der könnte mit dem preiswerten Microsoft Lumia 535 zufrieden sein.

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