Mehrheit der Onliner nutzt Instant Messaging Services täglich

Laut einer neuen TNS-Studie ist die Instant-Messaging-Nutzung in den letzten zwölf Monaten deutlich gestiegen, aber die Ergebnisse belegen gleichzeitig, dass Instant Messaging in Deutschland eine vergleichsweise geringe Rolle spielt. In anderen Teilen der Welt spielen Instant Messenger eine sehr viel größere Rolle. Zum Teil hat das mit einer stärkeren Bedeutung der mobilen Internetnutzung zu tun.

Schließlich werden Instant Messaging Services vor allem auf Smartphones genutzt, obwohl viele auch Clients für Windows und Mac OS bzw. immerhin ein Web-Interface bieten. Für mich gehört die Möglichkeit der bequemen Nutzung eines Instant Messaging Services am PC zu den unverzichtbaren Auswahlkriterien. Wer tippt bloß freiwillig auf kleinen virtuellen Tasten, wenn er vor einer Computertastatur sitzt?

Zu den Ergebnissen der Studie lesen wir in einer Presseinfo:

>>Die Popularität und die tägliche Nutzung von Instant Messaging (IM) ist im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gestiegen. Weltweit entscheiden sich immer mehr Menschen für geschlossene Messaging-Plattformen wie WhatsApp, Facebook Messenger und Viber.

Mehr als die Hälfte der Internetnutzer weltweit (55 Prozent) kommunizieren täglich über IM. 76 Prozent nutzen es mindestens im wöchentlichen Rhythmus. Das ist eines der Kernergebnisse von Connected Life, einer Studie von TNS, die weltweit über 60.000 Internetnutzer zu ihrem Verhalten und ihren Einstellungen befragt hat. Aber auch soziale Netzwerke erfreuen sich danach einer weiter steigenden Popularität und konnten den Anteil der täglichen Nutzer im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent steigern.

Das tägliche Instant Messaging steigt besonders in den aufstrebenden „Mobile first Ländern“ wie Malaysia (77 Prozent), Brasilien (73 Prozent), China (69 Prozent) und Südafrika (64 Prozent). Dagegen geraten einige westliche Märkte deutlich in Rückstand, darunter Großbritannien (39 Prozent) und die USA (35 Prozent). Deutschland ist zwar im Vergleich mit aktuell 21 Prozent täglicher Nutzer von WhatsApp und Co. weltweit eines der Schlusslichter, dieser Anteil hat sich allerdings innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt (2014: zehn Prozent).

Facebook hat seine Position als die weltweit beliebteste soziale Plattform behaupten können. Fast ein Drittel der weltweiten Internetnutzer (30 Prozent) sagen, dass sie das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg täglich nutzen. In China dominiert inzwischen WeChat mit 68 Prozent der täglichen Nutzung den Markt. Hierzulande stieg der Anteil an Onlinern, die täglich soziale Netzwerke nutzen von 36 Prozent (2014) auf derzeit 41 Prozent. „Vergleicht man aber diese Wachstumsraten mit denen von IM-Diensten, kann man sich schon fast fragen, ob die Grenzen des Wachstums für Social Networks bald erreicht sind“, interpretiert Walter Freese, Associate Director im Connect Centre von TNS Infratest, die aktuellen Daten.

Die weltweit erhobenen Daten zeigen, dass die Verbraucher über das Internet auf mehreren Plattformen stark miteinander vernetzt sind. Während die Popularität von Instant Messaging weiter steigt, verbreiten auch traditionelle Social Media Plattformen Inhalte deutlich schneller viral. Die Herausforderung für Marken ist, Inhalte zu schaffen, die Verbraucher auch wirklich teilen wollen.

Während diese neueren IM-Plattformen noch ein kleineres Publikum anziehen, sind sie häufig die viel aktiveren User. 40 Prozent der Vine Nutzer und 44 Prozent der snapchat Nutzer sagen, dass sie sich wöchentlich sogenannten Branded Content ansehen, während 43 Prozent der WeChat Nutzer den Dienst als Ausgangspunkt verwenden, um Informationen und Dienstleistungen über ein Unternehmen zu erhalten.

„Apps wie snapchat, WeChat, Line und WhatsApp gewinnen täglich neue Nutzer. Dies sind vor allem jüngere Konsumenten, die Erfahrungen mit einer kleineren, speziellen Gruppe teilen, anstatt öffentliche Mainstream-Plattformen wie Facebook oder Twitter aufzusuchen. Die Online-Gewohnheiten der Menschen werden immer fragmentierter. Marken müssen sich die wachsende Popularität von Instant Messaging und anderer aufstrebender Plattformen erschließen. Connected Life macht den Bedarf an einer Content gesteuerten Ausrichtung der cross-medialen Kommunikation über IM, Social Networks und traditionelle Kanäle ganz deutlich“, sagt Joseph Webb, Global Director Connected Life.

„Doch zugleich sollten Marken äußerst vorsichtig sein. Die User sind sehr sensibel wenn es darum geht, Branded Content in diesen eigentlich nichtöffentlichen Bereich zu akzeptieren. Hier ist es vor allem notwendig, exklusive Inhalte zu teilen, die für den User wirklich relevant und wertvoll sind“, ergänzt Freese.

Ein weiteres Ergebnis zeigt, dass sich die Nutzer von IM vor dem Teilen von Branded Content Gedanken darüber machen, welche Auswirkung das Drücken des Share-Buttons auf das eigene Image des Users hat.

„Mit Connected Life liefert TNS eine Studie, die 90 Prozent der weltweiten Online-Bevölkerung repräsentiert. Die Kombination aus dem ganzheitlichen Blick auf den Connected Consumer und die  detaillierte Analyse der relevanten Faktoren in den einzelnen Produktkategorien und Zielgruppen, ist wohl eines der Alleinstellungsmerkmale von Connected Life. So können wir sowohl die Frage beantworten, welche Touchpoints für Airlines oder Banken derzeit und zukünftig die effektivsten sind als auch die Frage, welche Treiber und Barrieren den eCommerce in Deutschland beeinflussen“, beschreibt Freese die Studie.<<

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