Testbericht Google Allo

Der Instant-Messenger Google Allo wurde Ende Oktober 2016 von uns getestet und bietet alle Grundfunktionen. Getestet wurde die App auf einem Smartphone und Tablet unter Android OS (Google) als Betriebssystem. Andere Plattformen werden bisher nicht unterstützt, was ein großer Nachteil ist. Als Besonderheit ist der Google Assistant integriert.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Dem Anwender stehen bei Google Allo Textnachrichten, Sticker, Emojis sowie eine Zeichenfunktion und ein Inkognitomodus zur Verfügung. Bald soll auch die Option „Intelligente Antwort“ auf Deutsch verfügbar sein, die sich merkt, was der Nutzer gerade geschrieben hat und Antworten auf Nachrichten bzw. Fotos im Stil des jeweiligen Anwenders vorschlagen kann.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Der Google Assistant eröffnet uns Anwendern von Google Allo die Möglichkeit der direkten Informationssuche, ohne dass die App verlassen werden muss. Im Inkognitomodus werden die Nachrichten per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicher zum Gesprächspartner übermittelt.Es kann festgelegt werden, wie lange ein Chat gespeichert werden soll.

Benutzeroberfläche, Registrierung und Bedienung

Die Benutzeroberfläche von Google Allo wurde funktionell gestaltet, auf grafisch aufwändiges Design wurde verzichtet. Vor der ersten Nutzung ist eine Registrierung mit der eigenen Handynummer erforderlich und man kann dabei einen Benutzernamen festlegen. Das Profil selbst kann man nicht umfassend anpassen, sondern es besteht nur die Möglichkeit, Benutzernamen und Foto zu ändern.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Der Punkt „Einstellungen“ im Hauptmenü führt zu den „Allgemeinen Einstellungen“, mit denen die Benachrichtigungen angepasst werden können. Einstellbar ist ein monochromes Design zur besseren Lesbarkeit der Chatnachrichten und ob die Medien immer heruntergeladen werden sollen. Bei Bedarf kann man sich benachrichtigen lassen, wenn sich „Unterhaltungscodes“ für den Inkognitochat ändern. Außerdem lässt sich hier die Verbindung zum Google-Konto und die Registrierung der Telefonnummer aufheben.

Chatten mit Google Allo

Wie das Chatten mit diesem Messenger funktioniert, erklärt sich quasi von selbst, weil er wie fast alle anderen Messenger funktioniert. Ein Chat kann durch Auswahl eines Namens aus der Kontaktliste bzw. Handynummer gestartet werden. Das Chatfenster präsentiert sich klassisch mit einem Header, Nachrichtenbereich und Eingabefeld. Im Eingabefeld lassen sich Textnachrichten, Bilder aus der Galerie, neue Bilder, Emojis, Emoticons, Sprachnachrichten und der Standort übermitteln. Die Auswahl an Emojis ist eng begrenzt. Für den Zugriff auf die Emojis gibt es inzwischen eine Taste für den Schnellzugriff.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Wer möchte kann Smart Emojis nutzen; diese werden basierend auf den geführten Gesprächen vorgeschlagen und könnten daher gut zum Kontext passen. Wenn noch keine richtige Unterhaltung geführt worden sein sollte, erscheinen automatisch oft genutzte oder zum Nutzer passende Emojis.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Die Übermittlung aller Nachrichtenarten klappte in unserem Test ohne Probleme. Bei den Sprachnachrichten stellten wir eine gute Soundqualität fest. Der Bildversand erfolgte einwandfrei, sogar das Einsetzen von Texten in Bildern ist möglich und erinnert an vergleichbare Messenger wie Snapchat. Übermittelte Bilder werden gut dargestellt. Die Sticker sind umständlich zu finden und sehen nicht sonderlich hübsch aus. Die Übertragung von Videos fand schnell statt und bei der Standortermittlung wurde die korrekte Position angezeigt. Wir stellten beim Test auf einem LG G5 ein Verschwinden der Medienleiste fest. Die Schriftgröße kann geändert werden, indem vor dem Absenden einer Nachricht der Sende-Button lange gedrückt und ein dann erscheinender Regler verschoben wird. Manche finden das umständlich, andere genial einfach.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Ein eingebebenes Wort oder ein eingetippter Satz kann durch längeres Drücken ausgeschnitten, kopiert, eingefügt oder in die Clip-Ablage verschoben werden. Die Umstellung auf monochrome Darstellung der Chatnachrichten wirkte auf uns sehr steril und trocken. Wer es bunter mag, kann mittlerweile Themes für den Chathintergrund einstellen.

Die Nachrichten werden übersichtlich-klar strukturiert angezeigt. Hinter gelesenen Nachrichten erscheinen Häkchen. Im Profil nur das Foto und Benutzernamen ändern zu können, empfanden wir als sehr mager.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Fazit unseres Tests

Im Instant-Messenger Google Allo wurden die typischen Messenger-Funktionen und ein paar nette Extras vereint. Gut gefällt uns die Übersichtlichkeit der App. Minuspunkte sammelte der Messenger bei den Punkten Benutzerprofil, Einstellungen und Stickers.  Auf Basis unseres Tests können wir Google Allo wegen der Benutzerfreundlichkeit, Übersichtlichkeit und Messaging-Funktionen empfehlen. Die Beschränkung auf Android-Geräte bedeutet leider, dass viele Smartphone-User den Allo-Messenger nicht nutzen können. Hier sollte Google bald nachliefern, um dem Messenger zu mehr Erfolg zu verhelfen.

Google Allo | Screenshot: Redaktion

Link

Google Allo bei Google Play

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Du die Website weiter nutzt, stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Bitte beachte unsere Informationen zum Datenschutz! Link zum Datenschutzhinweis

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen